Vor einem Jahr haben wir GRÜNE noch den gemeinsamen Antrag von CDU und SPD auf Abholzung des Uferbewuchses an der Kyll in Kronenburger Hütte im Rat abmildern können. Wir konnten einen Beschluss durchsetzen, der sicherstellen sollte, dass die Belange von Hochwasserschutz und Naturschutz gleichermaßen ausgewogen berücksichtigt werden. So dachten wir wenigstens.
Es wurden zwar zunächst bei einer Vorbegehung gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde nur an ausgesuchten Bäumen und Sträuchern Farbmarkierungen angebracht, am Ende wurden jedoch auch die nicht markierten Bäume und Sträucher abgesägt oder abgeschnitten. Auch die ufersichernden und standortgerechten Weiden und Erlen, die sogar dem Hochwasser 2021 standgehalten und vielleicht sogar Schlimmeres verhindert haben.
Alle unsere Bemühungen waren wieder einmal vergeblich.
Nicht einmal ein einstimmig getroffener Ratsbeschluss kann unsere Umwelt offensichtlich vor einem solch rücksichtslosen Vorgehen schützen.
Die Verwaltung tut sich immer noch schwer, die Natur nicht als Feind des Menschen zu betrachten.
So auch aktuell in der Gerichtstrasse in Kronenburg eindrucksvoll zu besichtigen!
Nach jahrelanger Vernachlässigung von sinnvollen behutsamen Pflegemaßnahmen wurde der hangsichernde Bewuchs mit Bäumen und Sträuchern auch hier in brutaler Weise restlos abgeschnitten. Anstatt zum Schutz von Vögeln und vielen anderen Tieren wenigstens ein paar Sträucher stehenzulassen wurde eine Wüste hinterlassen. Man kann nur hoffen, dass in der nächsten Zeit ein Starkregen den jetzt ungeschützten Hang nicht auch noch auf die Strasse spült!
Aber immerhin gibt es einen Hoffnungsschimmer:
Auf Antrag der GRÜNEN wurde jetzt endlich eine geeignete Planungsgesellschaft damit beauftragt, ein Pflegekonzept für die öffentlichen Grünflächen in der Gemeinde zu erstellen. Wir sind gespannt!
Kahlschlag an der Kyll
