Diese Frage stellen wir GRÜNEN seitdem wir wieder im Rat vertreten sind.
Jedes Jahr zahlt die Gemeinde ca. 100.000 € an den Flugplatz ‚Dahlemer Binz‘, um dessen strukturelles Defizit auszugleichen. Täte sie es nicht, ginge die Flugplatzgesellschaft innerhalb kürzester Zeit Konkurs. Defizitär war der Flugplatz von Anfang an, nur haben sich damals der Kreis Euskirchen und das Land NRW die erforderlichen Ausgleichszahlungen mit der Gemeinde geteilt. Inzwischen sind beide ausgestiegen und die Gemeinde Dahlem ist als einzige Gesellschafterin übrig geblieben.
Lange haben wir diese Frage und welche Möglichkeiten es gibt, den Zuschuss wenigstens zu verringern, vergeblich gestellt. Bürgermeister und Mehrheitsfraktion haben ernsthafte Versuche, Lösungen zu finden und zu prüfen, immer wieder abgewehrt.
Solange, bis wir in diesem Jahr damit gedroht haben, als Fraktion selbst tätig zu werden und entsprechende Gutachten zu einer unabhängigen Klärung zu beauftragen. Da die dabei entstehenden Kosten nach der Gemeindeordnung am Ende doch von der Gemeinde hätten getragen werden müssen, hat sich die Verwaltung in den letzten Wochen dann doch endlich selbst darum bemüht, Antworten zu finden.
Inzwischen hatten wir GRÜNEN herausgefunden, dass möglicherweise eine Herabstufung des Flughafens von einem öffentlichen ‚Verkehrslandeplatz‘ ( davon gibt es in Deutschland 167 ) in einen privaten ‚Sonderlandeplatz‘( davon gibt es 277 ) zu Einsparungen beim Betrieb führen könnten.
Es wurden die Aufsichtsbehörde in Düsseldorf, Steuerberater und andere Experten angeschrieben. Die Antworten sind nicht immer eindeutig. Das Angebot der Bezirksregierung, Nachfragen bei einem Termin zu klären, hat die Verwaltung leider abgelehnt.
Dennoch haben wir unseren Widerstand in der letzten Ratssitzung in 2024 aufgegeben, weil die Mehrheitsfraktion die Debatte nicht weiter zu führen bereit war und sich, trotz immer noch nicht umfassend geklärter Sachlage, zum bestehenden Status und zur weiteren uneingeschränkten Finanzierung des Flugplatzes bekannt hat. Ihr dahingehender Antrag wurde bei mehreren Enthaltungen aus allen Fraktionen mehrheitlich angenommen.