5 Jahre nach der wegen mangelnder Akzeptanz bei den Anwohnern gescheiterten Glamping-Idee und nach 5 Jahren Arbeit in dem eigens dazu gegründeten Arbeitskreis, bestehend aus Vertreter*Innen engagierter Anwohner und Ratsmitgliedern aller Fraktionen, sind wir leider immer noch ohne konkretes Ergebnis.
Zuletzt sind die aufwändigen Anträge um öffentliche Fördermittel für eine Wiederbelebung eines mit einigen zusätzlichen Attraktionen aufgepeppten Freizeitgeländes für die Bürger und als Erweiterung und Stärkung des Tourismusangebotes in Kronenburg kläglich fehlgeschlagen.
Alle Bemühungen um zusätzliche private Investoren auf dem Gelände waren vergeblich. Auch der Versuch, den benachbarten Betrieb ‚Ferienpark Kronenburg‘, der ja ein wirtschaftliches Interesse haben könnte, einzubinden und an der Planung und letztlich Finanzierung zu beteiligen, ist gescheitert.
Deshalb hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 28.4.26 beschlossen, dass auch in dieser neuen Ratsperiode der Arbeitskreis fortgeführt wird und er sich erneut mit der Aufgabe befassen soll.
Dazu ist nach unserer GRÜNEN Auffassung zunächst einmal eine umfassende und schonungslose Analyse der Geschichte des Standortes und seinen besonderen Bedingungen erforderlich.
Warum sind alle bisherigen Bemühungen zur Schaffung eines dauerhaft attraktiven und bedarfsgerechten Ortes für Bürger*Innen und Touristen immer wieder gescheitert? Und zwar schon seit den 1970er Jahren, in denen er als Nebenprodukt (oder muss man sagen Abfallprodukt?) beim Bau des Stausees entstanden ist.
Es sollte daher zunächst einmal folgende Frage gestellt werden:
„Ist der Ort überhaupt geeignet für einen attraktiven Aufenthalt, zumindest für touristische Angebote – so hinter der Staumauer und ohne sichtbaren Kontakt mit dem See?“ Will man wirklich am Abend an einem Kiosk sitzen oder Minigolfen an einem Ort, wo die Sonne schon früh hinter einer uncharmanten, ja bedrohlichen Mauer verschwindet? Kommen nicht Alle eigentlich zunächst nur wegen des Sees? Sind am Ende nicht alle ergänzenden Angebote wertlos ohne Kontakt und Blick zum Wasser, und zwar unabhängig von Wetter oder Jahreszeit?
„War dieses Anlage nicht von Anfang an eine Illusion und somit letztlich eine Fehlplanung?“
Im Plan und ohne den Höhenunterschied zunächst zu realisieren sieht eine Freizeitanlage hier wie eine sinnvolle Ergänzung zu den Attraktionen am See aus. Aber kann der Ort das wirklich leisten?
Eine ehrliche Antwort darauf ist nach unserer Meinung die Voraussetzung jeder weiteren Suche nach einer nachhaltigen Nutzung der Fläche und sie kann eigentlich nur lauten: NEIN
Das heisst aber nicht, dass dieser Standort keine sinnvollen Aufgaben erfüllen könnte:
Für den Kinderspielplatz, einen Platz für Ballspiele aller Art, eine artgerechte Ausformung des vorhandenen Feuchtbiotops, eine Nutzung als mögliche Retentionsfläche für die Kyll bei Starkregen (als Beitrag zum Hochwasserschutz vielleicht förderfähig), verbunden mit der Renaturierung des zum Kanal verkommenen Flusses, zur Anpflanzung von Obstbäumen oder eines Lehrparks mit klimaresistenten Bäumen. Nicht zuletzt könnte eine Wiese als unversiegelter Überlaufparkplatz an den wenigen Spitzentagen in der Badesaison zur Verhinderung des von den Anwohnern beklagten Wildparkens im Ort dienen.
Diese GRÜNEN Gedanken für einen Neuanfang des Arbeitskreises!