In diesem Frühjahr hat erstmals mit Unterstützung des NABU Euskirchen eine Aktion zur Amphibienrettung am Kronenburger See stattgefunden.
Wie schon aufgrund vieler Totfunde in den vergangenen Jahren vermutet wurde, handelt es sich hier um einen Amphibien-Hotspot.
Am 14.3.26 wurde ein mobiler, etwa 750 m langer, „Krötenzaun“ von freiwilligen Helfern an der B421 aufgebaut.
In morgen- und abendlichen Einsätzen wurden entlang des Zauns, sowie an einem ca. 1000 m langen Straßenabschnitt ohne Zaun, Amphibien wie Erdkröten, Gras- und Teichfrösche sowie Berg-, Teich- und Fadenmolche, die zu ihrem Laichgewässer, dem Kronenburger See, wandern, eingesammelt, um sie vor dem Tod auf der schnell und stark befahrenen Bundesstraße zu retten. Auch die sogenannten „Rückläufer“, die, nachdem sie im Gewässer abgelaicht haben, wieder zurück in ihr Sommerquartier wandern, wurden über die Straße getragen.
Seit Anfang März hat sich eine etwa 20-köpfige Helfergruppe gebildet, darunter auch einige Mitglieder unseres GRÜNEN Ortsvereins Dahlem, die in zahlreichen Stunden zweimal täglich in abwechselnder Besetzung ehrenamtlich tätig ist. Hat man einmal miterlebt, wie man diesen immer seltener werdenden Tieren helfen kann, muss man einfach immer wieder dabei sein.
Bisher (Stand 05.05.26) wurden insgesamt 8900 Amphibien gerettet!!!
Mit zunehmender Dauer der Aktion konnten wir auch feststellen, dass die Verkehrsteilnehmer immer rücksichtsvoller und langsamer an den ehrenamtlichen Helfern vorbeifuhren, die abends in der Dunkelheit mit Blinkleuchten, Warnwesten und Taschenlampen unterwegs waren.
Besser wäre es natürlich, wenn eine feste Amphibien-Leiteinrichtung entlang der B421 gebaut würde. Dann könnten die Kröten und Co. entlang von festen Metallzäunen und Durchlässen unter der Straße hindurchwandern. Auch die Rückläufer würden besser geschützt. Mit der hohen Zahl geretteter Amphibien konnte nachgewiesen werden, dass es sich um eine Population von landesweiter Bedeutung handelt, die eine solche Investition rechtfertigt.
Immerhin haben wir eine Zusage des NABU für weitere Zäune bekommen, da es fast unmöglich ist, die 1000 Meter ohne Schutzzaun so oft abzugehen, dass alle Amphibien vom Fahrbahnrand und von der Straße gerettet werden können. Und am 04.05.26 war ein Kamerateam des WDR vor Ort, um die ehrenamtlichen Retter zu begleiten und einen Beitrag zu erstellen, der am 05.05.26 um 19:30 in der Lokalzeit Bonn und der Lokalzeit Aachen des WDR gesendet wurde.
Das alles macht uns Hoffnung, dass wir im nächsten Jahr noch mehr Amphibien vor dem sicheren Tod beim Überqueren der Bundesstraße am Kronenburger See retten können und dass vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft eine feste Leiteinrichtung dort für dauerhafte Sicherheit sorgt.
Wer Interesse hat, sich an der Amphibienrettung in Kronenburg zu beteiligen, kann sich gern an admin@gruene-dahlem.de wenden, wir leiten die Anfrage dann an das Helferteam weiter.
